Sonntag, 29. Oktober 2017

ich falle durch nach 5 Wochen Schule??? - old post

Ich hatte heute ungefähr 4 Anfälle, weil ich der festen Meinung bin, dass ich mein Abitur nicht bestehe, wohlgemerkt, ich bin in der 11. Klasse und es ist erst seit 5 Wochen wieder Schule.
Allerdings habe ich schon einige Tests geschrieben und die Noten sind nicht so berauschend. Naja, wenigstens habe ich 12 Punkte (2+) in meiner MAthearbeit bekommen... Aber sonst sind eigentlich nur 5en und 4en dabei... Das macht mich total fertig...
Ich strenge mich an, aber ich bin momentan echt zu schwach und kann mich nicht lange genug konzentrieren um irgendetwas hinzubekommen.
Ich hoffe wirklich, dass sich das wieder einpegelt.
Momentan geht es mir wieder ziemlich schlecht, was meine Psyche angeht. Ich habe das Gefühl, dass nichts in mir ist, außer schallender Leere. Ich weiß auch nicht, wie es weiter gehen soll.
Momentan bin ich kurz davor, mir wieder neue Medikamente verschreiben zu lassen. Da ich jetzt 18 bin, kann ich das sogar alleine machen, ohne das meine Eltern unterschreiben müssen.
Heute war glaube ich einer der schlimmsten Tage seit zwei Jahren. Ich hätte wegen jeder Kleinigkeit anfangen können zu weinen...

Update 29.10

Ich habe irgendwie vergessen, den Post zuende zu schreiben, deshalb hier nochmal ein Update.
In der Schule läuft immernoch alles sehr wechselhaft. Manchmal schreibe ich gute Noten, dann aber auch wieder schlechte. Ich muss mich momentan einfach darauf konzentrieren, keine 5en mehr zu schreiben und vielleicht einige Gute Noten in den Fächern, in denen ich ganz gut bin und dann werde ich mein Abi schon bekommen. Klar, es wird wahrscheinlich kein gutes mit einer 1 oder 2 vorm Komma, aber das ist nicht so wichtig und das erwarte ich auch garnicht von mir! 

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ich kann dir nicht vertrauen...

Ich kann dir nicht vertrauen... nicht mehr... nicht nach allem, was in meinem Leben passiert ist.
Und nein, meine liebe Depression, das geht ausnahmsweiße mal nicht auf deine Kappe. Traurig? Tja, du bist leider nicht für alles verantwortlich, was schlecht in meinem Leben läuft. Doch dieses Problem begann schon früher, lange vor deiner Zeit. Ich kann nicht vertrauen, weil ich immer wieder enttäuscht wurde, immer wieder verletzt wurde. Immer, wenn ich mich öffnen wollte, in meinem schwächsten, verletzlichsten Moment, wurde ich wieder verletzt. Bis auf einen Menschen, aber gerade aus diesem Punkt, kann ich ihm nicht vertrauen. Ich habe gelernt, dass es mich die Menschen immer verletzen und diese Erfahrung ist so in meinem Kopf eingebrannt, dass ich Angst habe, mich zu öffnen. Ich kann meiner Therapeutin nicht vertrauen, weil mich meine letzten verletzt haben. Meine Freunde, haben mich verletzt. Meine Familie hat mich verletzt.
Besteht das leben denn nur aus Schmerz? Kann man niemandem mehr vertrauen, sich niemandem mehr öffnen?
Vielleicht ist es besser, wenn man alleine kämpft, denn so wird man in seinem Kampf, nicht von denen runter gezogen, die einen währenddessen auch noch verletzten.
Ich habe Angst davor, Menschen zu vertrauen, deshalb stoße ich sie weg und verletzte sie, damit sie gar nicht mehr den Drang verspüren, mir zu helfen. Es ist besser so. Meine Therapie macht auch keinen Sinn mehr, weil ich mich meiner Therapeutin gegenüber nicht öffnen kann. Ich weiß nicht einmal wieso. Ich habe meiner letzten so vertraut, ihr alles erzählt. und dann? Verletzt.

Witzig ist, dass meinte Noten in letzter Zeit sogar ganz gut geworden sind... 12 Punkte (2+) in Deutsch und Mathe, 13 Punkte(1-) in Wirtschaft... Irgendwie Paradox...

Samstag, 19. August 2017

Jackyl and Hyde - kleines Update

Ich habe das Gefühl, dass in mir zwei Seiten Leben.
Die eine Seite, die ihre Familie, Freunde und ihre Haustiere über alles liebt, doch dann habe ich da auch die andere Seite, die Seite die so viel schlechtes denkt und manchmal aus dem Nichts erscheint und schreckliche und böse Sachen denkt, die sie anderen antut. Ich habe natürlich nie etwas davon getan, aber es ist schrecklich, dass ich so eine Persönlichkeit habe und ich frage mich, ob es wirklich ein Teil von mir ist, oder ob sich dies im Laufe der letzten Jahre und meiner Krankheit entwickelt hat. Wird sie immer da bleiben, oder wird sie so gehen, wie sie auch gekommen ist. Kann ich etwas gegen sie unternehmen, oder muss ich sie einfach akzeptieren und hoffen, dass sie nicht stärker wird?
Ich weiß es momentan einfach noch nicht.
Eigentlich fühle ich mich momentan aber ziemlich normal. Ich bin zwar noch nicht wie früher und habe immer noch depressive Phasen und Phasen, in denen ich an Selbstverletzung denke, aber ich kann gut mit ihnen leben, weil ich gemerkt habe, dass ich stärker bin, als dieser Teil von mir.
Ich habe jetzt noch zwei Wochen Ferien. Nächste Woche bin ich einige Tage in Berlin mit meinem Vater und am Donnerstag fahre ich dann endlich wieder nach hause. Ich freue mich wirklich schon wieder auf mein Zimmer, weil ich seit 4 1/2 Wochen unterwegs bin und mir meine Umgebung wirklich fehlt. Mein eigenes Bett, meine Freunde und auch einfach meine Privatsphäre und mein Alltag.
in genau 3 Wochen habe ich Geburtstag, dann werde ich endlich 18. Einerseits freue ich mich wirklich darauf, weil man doch vieles darf, was vorher nicht erlaubt war, aber andererseits bedeutet es auch viel Verantwortung. Auch in meinem gesundheitlichen Umfeld wird sich vieles verändern.
Wenn ich zum Beispiel wieder krank werden sollte, muss ich nun in eine Erwachsenen Psychiatrie, wo ich keinen kennen. Ich muss auch von meiner Kinderärztin, bei der ich nun 9 Jahre zu einem Hausarzt wechseln. Davor habe ich ziemlich Angst, wenn ich zum Beispiel wieder einen SVV Rückfall habe, konnte ich früher einfach zu meiner Kinderärztin gehen und die hat dann alles versorgt, jetzt weiß ich gar nicht, wie das alles abläuft...


Es sind einfach viele Dinge, die sich verändern werden oder sich in den letzten Wochen schon verändert haben... Wie sagt man so schön: Älter werden ist nichts für Feiglinge. Eigentlich stammt das glaube ich aus einem anderen Content, aber hier passt es auch ziemlich gut gerade...

Montag, 12. Juni 2017

Zusammenbruch

Meine ganze Welt ist innerhalb einiger Tage zusammengebrochen, bzw. ich habe sie zusammenbrechen lassen.


Am Sonntag habe ich gemerkt, wie meine soziale Angst wieder schlimmer geworden ist, ich hatte eine Panikattacke nach der nächsten und alle weggestoßen, die mir helfen wollten.
Am Abend ist mir dann klar geworden, dass sich in meiner Beziehung etwas ändern muss. Das Ergebnis- wir trennen uns wahrscheinlich. Und das tut so weh, so verdammt weh, dass es mich zerreißt, aber ich weiß, dass es richtig ist. Wieso tut es so weh, wenn man etwas richtiges macht?


Ich kann einfach nicht mehr. Ich habe das Gefühl an all diesen Dingen zu ersticken. Ich bin wieder an dem Punkt, an dem ich auch vor den Klinikaufenthalten war. Ich bin unzufrieden mit meiner Therapeutin, naja eigentlich nicht unzufrieden, aber ich kann mit ihr einfach nicht so reden, wie mit meiner Alten. Alle denken es geht mir besser, aber das liegt nur daran, dass ich nichts mehr erzähle.
Ich behalte alles verschlossen. Ich habe niemanden mehr, mit dem ich über all das reden kann, weil ich die Leute, mit denen ich es konnte entweder verloren habe oder Angst habe, sie zu nerven, weil es mir langsam einfach besser gehen sollte. Die Anderen leben ihr Leben einfach - wieso kann ich das nicht?
Normalerweise sollte ich jetzt mein Abitur machen, aber ich habe es mir alles selber verbaut.
meine Zukunftspläne die ich heute morgen noch hatte, wurden ebenfalls wieder über den Haufen geworfen, dass sei nichts für mich. Ich habe das Gefühl, dass es nichts für mich gibt.


Eigentlich möchte ich nur noch sterben, aber ich werde weiter machen. Aber nicht für mich.
Da ist nichts mehr, was mich hält. Ich befinde mich im freien Fall und habe niemanden, der mir ein Seil zuwirft und mich auffängt.
Ich gehe alleine unter, so lange, bis ich verschwunden bin.

Dienstag, 16. Mai 2017

Habe ich mich verändert?

Diese Frage stellen sich wohl viele, wenn sie sch auf dem Weg der Besserung befinden.
Also: habe ich mich verändert?
Ja! definitiv.Ich weiß nur nicht,ob ins Gute oder Schlechte.
Früher war ich zielstrebiger. Wenn es mir nicht gut ging, habe ich mich zusammengerissen. Tja, dass mache ich heute nicht mehr so stark.
Mein Selbstbewusstsein war um einiges größer, sowie mein Selbstvertrauen. Ich konnte offener auf Menschen zugehen und habe an mich geglaubt, dass ist alles auf der Strecke geblieben und liegt jetzt irgendwo zwischen der Klinik umd meinem zuhause auf der Straße.
Ich habe nichts darauf gegeben, was Andere von mir dachten und mich akzeptiert wie ich bin.
In meiner letzten Klasse, in der ich war bevor ich in die Klinik gekommen bin, habe ich mich rund um wohl gefühlt. Ich hatte eigentlich keine probleme mehr mit meinem Körperund meinem Aussehen generell. Ich war zufrieden. Mit meiner Leistung, meiner Einstellung, meinem Leben.
Und jetzt? Jetzt kann ich kaum noch in den Spiegel sehen, habe auf meinem ganzen Körper Narben, bekomme Panikattacken, weil ich befürchte zu versagen.
Ich bin am Ende mit mir. Psychisch stabilisiere ich mich, aber der Mensch der ich vorher war ist zerstörrt. Es ist nichts mehr von dem alten ich übrig geblieben.
Es gibt doch dieses schöne Zitat:

"Youre gonna to be happy, but at first I will make you strong": life said.

Aber ich bin nicht stärker geworden. ich bin schwächer als je zuvor und es wird nicht besser.
Ich habe Freunde verloren, meine Kraft um vor allem mein Selbstvertrauen.
Ich glaube, das vermisse ich am meisten.
Ich will doch einfach nur mein altes Leben wieder haben. Ich will wieder offen in eine Gruppe gehen können und neue Leute kennen lernen.
Ich will keine Angst mehr davor haben zu versagen. Ich will wieder in den Spiegel schauen und mich mögen. Auf der Waage feststellen, dass ich 2kg zugenommen habe und nicht deswegen durchdrehen.
Was ist an all dem so schwer?
Was habe ich dem Leben getan, dass es mich so bestraft? Ich würde alles dafür geben,ein gesundes Leben führen zu können. Nie in der Klinik gewesen zu sein. Nie auf diese Party gegangen zu sein.
Einfach so gelebt hätte,wie alle anderen.

Ich bin fertig, ich habe keine Lust mehr auf dich Leben, aber wie heißt es immer "das leben ist kein Wunschkonzert", ich muss dich also hinnehmen, wies kommt.









Wer sind die richtigen Menschen?

Ich habe die letzten Tage viel darüber nachgedacht,wer die richtigen Menschen sind, wenn man psychisch erkrankt.
Meistens hat man doch vorher so ein Gefühl, wie andere damit umgehen,oder?
Tja, bei einigen habe ich mich wohl ziemlich getäuscht...
Es gibt viele Leute, die in der Zeit zu mir gestanden haben, aber leider waren es meistens die Leute, die ich auch schon davor kannte. Viele sagen, dass sie viele neue Menschen kennen gelernt haben, als sie in der Klinik waren. Aber das habe ich nicht, bzw. es waren nur Menschen, mit denen man etwas zu tun hat, wenn man krank ist. Allerdings habe ich mich irgendwann dafür entschieden gesund zu werden, andere nicht.
Ich glaube, dieMenschen die einen vorher schon kannten, halten zu einem, weil sie hoffen, dass man irgendwann die Person wird, die man früher schon war und einem dabei helfen wollen.
Sie hoffen, dass irgendwann die Person wieder hervor kommt, die sie immer mochten.
Personen die einen während dessen kennenlernen, kennen natürlich nur die kranke Seite eines Menschen, aber nicht seine gesunde und sind dann enttäuscht? wenn man sich wieder stabilisiert.
Es gab viele Leute, von denen ich wusste, dass sie mir auch während und nach der Krankheit erhalten bleiben, weil wir uns nahe standen, aber andere Personen, von denen man dachte, sie würden es akzeptieren, haben einen mit Vorurteilen überschüttet. So ist das wahrscheinlich im Leben, man muss sich von vielen verabschieden, die einen nicht so akzeptieren,wie man ist.

Ich bin traurig darüber, was die Krankheit aus mit und den Beziehungen zu anderen Menschen gemacht hat. Aber damit muss ich umgehen und sie aus meinem Leben verbannen, weil sie es nicht besser verdient haben.Ich bin definitiv kein Mensch, der anderen hinterher rennt und sie um ihre Freundschaft anbettelt. Ich muss mich um mich selber kümmern, ich kann nicht auch noch die Last anderer auf meinen Schulter tragen...

Mittwoch, 4. Januar 2017

mein Jahresrückblick 2016

Wow, schon wieder ist ein Jahr vergangen und ich weiß nicht, ob schon ein Jahr so schnell an mir vorbeigegangen ist.
Ich glaube, dass das Jahr 2016 das härteste war, das ich je hatte. Ich stand so oft vor der frage, ob ich noch weiter machen kann oder nicht. Wollte mir das Leben nehmen, dann wieder weiter leben. Wollte meine Therapie abbrechen, doch dann wieder weiterkämpfen.
Eigentlich stand ich die ganze Zeit zwischen Aufgeben oder weitermachen?
Um ehrlich zu sein hätte ich nie gedacht, dass ich das Jahr 2016 überlebe und eigentlich wollte ich es auch nicht.
Aber ich habe es und bin froh darüber, denn 2016 hatte nicht nur negative Seiten. Ich habe neue Freundschaften geknüpft, das Verhältnis zu meiner Familie verbessert, neue Seite an mir kennengelernt, gemerkt wie viel ich schaffen kann, auch wenn ich am Boden bin.
Ich habe zwar auch Menschen verloren, die mir sehr wichtig waren, aber das hatte nichts negatives an sich. Es waren Menschen, die entweder nur meine kranke Seite oder meine gesunde Seite mochten - aber nicht mich so wie ich bin.
Ich habe eine neue Therapeutin bekommen und meine alte verloren, was ein schwerer Schlag und eine große Umstellung war...
Aber auch das habe ich überstanden.
Dieses Jahr habe ich mich verliebt und zwar so richtig. Wie in diesen kitschigen Liebesgeschichten, mit Schmetterlingen und allem drum und dran.
Ich habe eine tolle neue Klasse, mit vielen lieben Menschen; musste dafür aber aus meiner alten gehen.
Unterstützung in der Schule bekommen - aber auch Vorurteile, sowohl von Mitschülern als auch Lehrern.

Dieses Jahr habe ich den Respekt zu meinem Körper verloren, mich so stark verletzt wie nie vorher.
Ich habe mich verloren, aber noch nicht wirklich wiedergefunden.
Ich weiß nicht wie mein Leben jetzt weitergehen soll, wie ich weitermachen kann, wie meine Zukunft aussieht.
Ich weiß, dass ich noch lange nicht gesund bin und ich jeden Tag aufs neue gegen den Drang ankämpfen muss mich zu zerstören - jeden Tag aufs neue fürs Leben entscheiden muss oder darf?


2016 war ein durchwachsenes Jahr. Ich glaube es hat mir genau so viel gegeben, wie es mir genommen hat.
Doch jetzt geht das Jahr 2017 los. Ich werde nicht sagen, dass das mein Jahr wird, das habe ich letztes Jahr getan und es ging nur noch tiefer herab. Ich werde mir keinen Vorsatz für dieses Jahr nehmen, ich werde es einfach leben. Jeden Tag schauen was ich brauche. Einatmen und ausatmen und herausfinden, was ich mit meinem Leben anfangen werde.


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